Ordnungsregal – Regal

Die kurze Version dieses Posts ist, ich habe mir aus Holz mit dem CNC-Fräser ein Regal gemacht und so siehts aus:

Wer kennt das nicht, dauernd sucht man irgendwas. Wo ist nur wieder die Polfilterfolie? Die Waage? Der Komponententester? Der Geigerzähler?
Die Pappdinger für den Mückenkiller?

Seit ich meinen CNC-Fräser hatte, konnte ich schon mal kleine Holzkisten basteln um z.B. das Zubehör für den Fräser reinzutun. Nun brauchte man nur etwas wo man die Kisten reintun konnte.
Und irgendwie musste man die ja auch wiederfinden können. Man brauchte ein Ordnungsregal mit Schubladen drin und auf jeder Schublade sollte stehen was drin ist.
Welche Schubladen ich nun genau brauchen würde, das stand vorher nicht fest, aber ein Regal wäre auf jeden Fall nötig.

Also in 6mm Sperrholz eine Seitenwand entworfen, in die auf beiden Seiten Regalböden eingeleimt werden konnten.
Parallel in 4mm Sperrholz den passenden Regalboden gemacht, der dann in die Schlitze der Seitenwand passte.

Das sieht nach dem Fräsen und Schmirgeln so aus:

So kommen die Böden in die Seitenwand:

Und dann werden die Böden mit zwei Wänden verleimt:

Nun brauchte man Schubladen.

Agiles Holzhausprojekt

Die kurze Version dieses Posts ist, ich hab’ zum Spielen ein kleines Holzhaus gemacht und so sieht es aus:

Ich bin stolzer Besitzer einer Desktop-CNC-Fräse.
Für ein Arduino-Neopixel-Projekt (kleine Flugzeug-Landebahn mit Beleuchtung) brauchte ich noch ein Gehäuse um den Mikrocontroller ordentlich zu verpacken.
Ich dachte, dass man da vielleicht ein kleines Holzhäuschen machen könnte. Da also die sieben Einzelteile mit einer CAD-Software entworfen, dann gefräst und zusammengebaut.

Das war nett. Nun wollten die Kinder solch ein Häuschen in grösser um damit spielen zu können.

Da habe ich dann das bestehende Design vergrössert und noch ein rundes Giebelfenster und stabilisierende Dreiecke für das Dach entworfen.

Und diese neue Version des Häuschens gefräst:

und zusammengebaut:

Dazu kamen dann im Entwurf noch quadratische Fenster in die Seiten und eins ins Dach.

Und diese neue Version gebaut.

Dann den Entwurf auf zwei Fenster pro Seite geändert.

Und diese neue Version gebaut.

Eine Eingangstür (auf der falschen Seite, die Seiten werden von Innen gefräst)

Und gebaut.

Eine Eingangstür (auf der richtigen Seite)

Und gebaut.

Dann eine Verstärkung für das Dach, die mehr wie eine Balkenkonstruktion wirkt und noch ein Dachfenster.

Und diese neue Version gebaut.

Nun die Konstruktion so abgewandelt dass die Spalten zwischen den Seitenelementen verschwanden (das war lange im Backlog, die Ursache für die Spalten war hier ein Mischung aus Themen des Entwurfs, des Fräsers selbst und des verwendeten Materials).

Und diese neue Version gebaut.

Was war da jetzt agil? Also ich denke, es wäre mir nicht möglich gewesen, das gegenwärtige Endprodukt durch genaue Spezifikation und Berücksichtigung aller relevanten Faktoren mit dem ersten Versuch hinzubekommen.

Stattdessen habe ich mit einem rudimentärem Haus angefangen, das aber schon ein Haus war (es hatte ein Dach, Wände und sogar einen Boden).

Dieses Haus habe ich dann schrittweise verbessert und in jedem Schritt den aktuellen Prototyp meinem Kunden (mir selbst) vorgeführt.

Am Ende ist es dann ein ganz okayes Haus geworden.