Beleuchtung Zifferblatt Scheibenuhr

Die kurze Version dieses Posts ist, ich hab’ eine Beleuchtung für das Zifferblatt der Scheibenuhr gemacht und so sieht sie aus:

So ein Bastelprojekt ist bei mir in Abschnitte aufgeteilt und ich hab’ insgesamt keinen Masterplan. Den kann man auch nicht haben, weil man nicht weiss, was unterwegs alles so passiert.
Aber die nächstliegenden Probleme, die kann man oft lösen, es ergeben sich dann neue Probleme (und Einsichten) und man ist wieder ein Stück weiter.

Bei der Scheibenuhr musste man ja erstmal die Scheiben haben und ein Gehäuse fürs Uhrwerk um dann festzustellen dass sie, in der gewählten Form, mit komplett durchgefrästen Ziffern schwer ablesbar war.

Hier mal ein Beispiel für einen Irrweg, ein Gehäuse in schwarz mit weissen LED für jede Scheibe:

Das kleine Gehäuse links enthält einen Spannungskonverter, so dass die LED mit USB-Strom betrieben werden können.

Mit den Scheiben drauf, also das war nun zu hell, von der Seite wars ablesbar:

Aber in der Draufsicht nicht und ich fand den eckigen Halter und die runden Scheiben unharmonisch und hatte ja gerade bei meinen anderen Carbonprojekten gelernt, dass Multiplex natur und CFK farblich gut zusammenpassen.

Gut, also ein zweites Gehäuse in Multiplex, das war dann das hier.
Man hätte da evtl. die Stundenscheibe noch etwas entstauben können, aber durch das Licht von rechts oben sieht man, dass Licht auf der Holzplatte die Ziffern gut ablesbar macht, naja, sagen wir ablesbar macht.

Okay, also streifende Beleuchtung des Holzhintergrunds, sollte man jetzt an der Oberseite der Uhr sowas wie eine Beleuchtungsstrebe anbringen, die entsprechend beleuchtet?
Also gehen würde das wohl, aber wie sähe es aus?

Nun ist zwischen der Stundenscheibe und dem Holz dahinter ein bisschen Platz, grob 5 Millimeter. Ob man da eine Beleuchtung unterbringen könnte?

Auf solche Fragen bekommt man keine Antwort, aber man kann es ausprobieren.

Also zwei superhelle LED mit 5mm Durchmesser flachgeschmirgelt:

Und verdrahtet, ausgerichtet und auf die Rückwand geklebt:

Ich war dann noch so schlau, darauf zu achten dass die LED von der Sekundenscheibe verborgen werden.
Das meiste Licht geht nach oben, vom Streulicht werden die gerade nicht so wichtigen Ziffern beleuchtet, also mir gefällt meine Schreibtischuhr.

Scheibenuhr

Die kurze Version dieses Posts ist, ich hab’ eine Scheibenuhr gemacht und so sieht sie aus:

Ich war mit CFK in Kontakt gekommen (ach so, die Uhr im Hintergrund ist natürlich diese).
Bisheriger Ablauf, ich mache ein Zifferblatt, nehme das geliebte Funkuhrwerk mit Schleichsekunde und schraube es fest und dann kommen zugekaufte Zeiger dran.

Eine Uhr vorher hatte ich Carbonfaserzeiger gemacht, nice.

Mit Holz hatte ich das nicht versucht, weil Zeiger ja leicht sein müssen.

Jetzt mit diesem CFK, hm vielleicht könnte man statt Zeigern Scheiben machen mit Ziffern drin?

Ich bin Fan davon, Projekte die funktioniert haben, zu wiederholen.
Uhren hatte ich schon einige gemacht und z.B. das Problem, die Koordinaten von Zifferblattmarkierungen zu bestimmen, gelöst.

Also die Exceltabelle gefüttert und einen Entwurf gemacht:

Ich hatte schon viele grosse Uhren gemacht und diesmal wollte ich eine kleine Uhr machen, so klein wie möglich, sie sollte gerade das Uhrwerk (Funk, Schleichsekunde, erwähnte ich das?) bedecken.

Das bedeutete 9 cm Durchmesser und dass die Ziffern klein sein würden und dass ich mit 0,4 mm-Fräsern würde arbeiten müssen.

Warum ist hier in der Mehrzahl von diesen Fräsern die Rede? Weil ich einige davon beim Fräsen abgebrochen habe, zu schnell eingestellt, die Z-Achse nicht gut genullt, jetzt weiss ich wie es geht.

Ein Punkt war noch, also die Ziffern in den Scheiben sind ja durchgefräst und brauchen Licht von hinten.

Nur, wie sollten denn die Sekunden Licht von hinten bekommen, wenn dahinter das Minutenblatt ist? Und wie die Minuten, wenn dahinter das Stundenblatt ist?

Man müsste in dem Bereich Speichen machen, aber was wäre dann wenn die Speiche der Stundenscheibe genau neben der der Minutenscheibe wäre? Käme dann noch Licht durch?

Keine Ahnung, ich hab’ dann Speichen gemacht, die bei der Stundenscheibe nach rechts gehen und bei der Minutenscheibe nach links.

Das in Ruhe gefräst, die Stundenscheibe hat 5 Stunden gebraucht und da waren sie, die Scheiben:

Nebenbei, die abgebrochenen Fräser waren wesentlich teurer als das CFK.

Nun brauchte ich noch einen Ständer, aus Multiplex gemacht:

Dann Stunden- und Minutenscheibe montiert:

Und damit war die Uhr fertig, von der Idee, bis zum Moment wo ich das Ding auf meinen PC stellte, waren es 14 Tage.

Neue Opferplatte ausschneiden

Die kurze Version dieses Posts ist, ich hab’ eine neue Opferplatte zugeschnitten und so sieht sie aus:

Die Opferplatte ist die Unterlage, auf der das Material befestigt wird. Da kommt es vor, dass man ein kleines bisschen weiter nach unten fräst und dann in die Unterlage kommt.
Dafür ist sie da, also um solche Opfer zu bringen. Um sie dann wieder glatt zu bekommen, wird sie ab und zu komplett ein Stückchen runtergefräst.

Wenn dann irgendwann nicht mehr viel übrig ist, braucht man eine Neue.
Da ich für meine übergrossen Ziffernblätter Markierungsbohrungen in die Opferplatte mache, darf sie nicht zu dünn sein.

Als Material hatte ich schon vieles verwendet, Multiplex, Vinyl oder andere Reste.
Die letzte Platte aus Multiplex hatte mir nicht gefallen, ich klebe mein Material immer mit extrastarkem Teppichklebeband und das riss aus der Multiplex-Oberfläche Holzfasern raus.

Ich hatte unlängst im Baumarkt eine MDF-Platte, 36 x 86 cm gross und 10 mm stark als Reststück für 3 € erstanden. Da sollte man vier Opferplatten draus machen können.

Aber wie sollte man das Material nun zuschneiden damit es genau auf den Frästisch passte?

Nicht vergessen, wir arbeiten mit einer CNC-Fräse, es reicht also ein Stück grob etwas grösser als benötigt zuzuschneiden und dann fräst man einmal am äussersten Rand des Fräsbereichs rum:

Und schneidet damit die Platte sauber aus.

Stifthalter für Fräse

Die kurze Version dieses Posts ist, ich habe einen Stifthalter für die CNC-Fräser gemacht und so sieht er aus:

Man kann nicht immer nur Uhren basteln. Ausserdem, ich bastelte gerade eine Uhr, möchte man manchmal wissen, wie ein gefrästes Teil wohl aussehen wird, ohne es zu fräsen.
Z.B. wenn das Material nicht ganz so billig ist, oder das Fräsen lange dauert. Das war z.B. bei der Wortuhr so. Das Fräsen der Frontplatte dauerte mehrere Stunden und ich wollte vermeiden, dass sich am Ende dann irgendwas Doofes herausstellte. Da hatte ich mir damals einen Stifthalter gebastelt, in den ein Kugelschreiber kam und der anstelle des Motors eingebaut wurde.

Das war mir jetzt aber zu aufwendig und ich dachte, vielleicht kann man einen Halter machen der wie ein Fräser eingespannt wird. Man könnte einen Patrone für einen Tintenroller reinsetzen, oben eine Feder rein und unten ein Anschlag um die Patrone zu halten.

Die einzelnen Teile fräst man sich dann natürlich:

Jede Menge Ringe aus 6,5 mm Multiplex verleimt, die Bodenplatte natürlich aus Carbon, dann alles lasiert und so sieht es aus
wenn der Halter benutzt wird,

Das kam raus:

Erstens stellte sich dann tatsächlich heraus dass der Bereich innerhalb des Zahlenrings etwas gross ist, das muss kleiner.
Und zweitens muss man die Zeichengeschwindigkeit noch etwas erhöhen, die Tinte ist ein wenig verlaufen.
Hier ein Video mit 1 m/Minute.